Weniger Microplastik bei Kunstrasenplätzen ist möglich
Mikroplastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Welt. So gelangen hunderttausende Tonnen schädliches Mikroplastik jährlich in unsere Umwelt. Wenn das Mikroplastik erst einmal in Luft, Böden, Gewässer und Meeren ist, lässt es sich so gut wie nicht mehr zurückholen. In den entlegensten Gebieten, wie in der Arktis, in der Tiefsee ist es zu finden. Von Winden wird es weit verbreitet. So finden Forscher überall mikro- und millimetergroße Partikel von Plastik aus dem Abwasser, vom Reifenabrieb oder aber auch durch Kunststoffe auf Sportplätzen. Das Mikroplastik kann leicht über Nahrung, Trinkwasser, Kosmetik, Staub und Luft vom Menschen aufgenommen werden und sich im Körper anreichern. Schon im menschlichen Gehirn und anderen Organen wurde Mikroplastik nachgewiesen.
Für Kunstrasenplätze gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativen. Anstatt Kunstrasen-Halme aus Plastik (z. B. aus geschredderten Autoreifen), gibt es mittlerweile Alternativen aus Zuckerrohrhalmen oder Kartoffelschalen. Das Füllmaterial besteht aus pflanzlichen Abfällen aus der Landwirtschaft oder aber aus Holz.
Da ab 2031 nach der EU weder Verkauf noch Neubau von Kunstrasenplätzen mit Mikroplastikfüllung zulässig sein werden, sollten heute gebaute Kunstrasenplätze dies berücksichtigen.

