Alles neu macht der Mai – neue Datenschutz-grundverordnung gilt!

Am 25. Mai war es soweit: Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) trat in Kraft. Schon vor zwei Jahren wurde sie auf den Weg gebracht. Sie regelt dem Umgang mit personenbezogenen Daten EU-weit. Das betrifft nicht nur Unternehmen, sondern auch Vereine, Organisationen und Privatpersonen, die im Internet aktiv sind oder personenbezogene Daten nutzen. Es gab viel Aufregung kurz vor dem 25. Mai. Denn neben der neuen Opt-In-Lösung, haben die VerbraucherInnen mehr Rechte erhalten. Die Privatsphäre soll schon bei der Entwicklung eines Dienstes oder Produktes mit berücksichtigt werden und die freundliche Voreinstellung fürs Private gehört dazu. Die Nutzer müssen grundsätzlich ihre Einwilligung zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten geben, es sei denn, es gibt eine andere gesetzliche Regelung. Es darf nur noch gespeichert werden, was für bestimmte Verarbeitungstätigkeiten notwendig ist. Neben dem Prinzip der Datensparsamkeit gilt der Grundsatz der Zweckbindung und der Datenrichtigkeit. Außerdem gibt es das Recht auf Vergessenwerden (Löschung). Diese Rechte können jederzeit...

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CO2-Emissionen im Verkehrsbereich und in der Industrie 2017 gestiegen

Nach der aktuellen Prognose-Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA) wurden im Jahr 2017 insgesamt 904,7 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Das sind 4,7 Mio. t weniger als 2016. Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien gingen im Energiebereich die Emissionen deutlich um 13,7 Mio. t zurück ( minus 4,1 Prozent). Im Verkehrsbereich und in der Industrie stiegen die Emissionen leider an. Im Verkehrsbereich um 3,8 Mio. t (plus 2,3 Prozent). Dies ist auf den erhöhten Bestand von PKW und Nutzfahrzeugen zurück zuführen. Der Anstieg der Emissionen in der Industrie um 2,5 Prozent ist auf die gute Konjunktur zurück zu führen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 die Treibhausgas-Emissionen um mindestens 55 Prozent zu senken. Die von der EU vorgeschlagenen CO2-Flottenwerte für PKW und leichte Nutzfahrzeuge sind nicht ausreichend. Das muss mehr geschehen, um diese Ziele für 2030 zu erreichen. Es müssen weniger und viel sparsamere Modelle auf die Straße kommen, unabhängig von der der...

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Lohngleichheit und Transparenz – gutes Vorbild Island

Am 18. März war der Equal Pay Day. In Deutschland beträgt die Lohnlücke 21 Prozent zwischen Männern und Frauen und nimmt im europäischen Vergleich eine Spitzenposition ein. Island macht vor, wie das geändert werden kann. Das kleine Land bestätigt wieder einmal seine Vorreiterrolle in gesellschaftspolitischen Angelegenheiten mit dem Lohngleichheitszertifikat. Das neue isländische Gesetz zur Lohngleichheit gilt seit dem 1. Januar 2018. Unternehmen ab 25 Mitarbeitern müssen beweisen, dass sie Männern und Frauen nicht nur für den gleichen Job, sondern auch für gleichwertige Tätigkeiten den gleichen Lohn zahlen. Die Arbeitgeber sind nun verpflichtet, ihre Gehaltsstrukturen zu dokumentieren, und müssen sich zertifizieren lassen. Dabei schlägt sich Island bei der Gleichberechtigung schon gut. Den „Global Gender Gap Report“ des World Economic Forums (WEF) führt Island an. Hier wird neben der politischen Beteiligung, Bildung und Gesundheit auch die Lohngleichheit gemessen. Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen soll in Island bis zum Jahr 2020 komplett beseitigt werden. Von Anfang...

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Mit dem DNK das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz erfolgreich umsetzen

Mit dem DNK kann das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) erfolgreich umgesetzt werden. Einige hundert Unternehmen stehen in diesem Jahr vor der neuen Herausforderung, das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) anzuwenden. Dafür wurde vom Deutschen Nachhaltigkeitskodex eine Orientierungshilfe für Anwender entwickelt, denn bis Ende April diesen Jahres muss eine nichtfinanzielle Erklärung oder ein entsprechender Bericht vorliegen. In der Regel gibt das DNK-Team innerhalb von zwei bis drei Wochen Rückmeldung. Als berichtspflichtiges Unternehmen, das die nichtfinanzielle Erklärung bzw. den Bericht dem Aufsichtsrat vorlegen muss, sollte ein entsprechender zeitlicher Vorlauf von ca. sechs Wochen eingeplant werden. Erst nach Einreichen der Entsprechenserklärung bis zum Abschluss der formalen Prüfung durch das DNK-Team kann dem Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zur inhaltlichen Prüfung vorgelegt werden. Das DNK-Büro in Berlin bietet weiterhin auch die formelle Durchsicht auf DNK-Konformität an. Es übernimmt allerdings keine Haftung für die Qualität, Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit der in den Entsprechenserklärungen enthaltenen Informationen und ob so die rechtlichen Anforderungen der Berichtspflicht nach dem...

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Der Nachhaltigkeitsrat fordert eine neue europäische Agrarpolitik

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik zum Erhalt der ökologischen Lebensgrundlagen, damit diese durch eine bessere Balance von Nutzung und Schutz wiederhergestellt oder mindestens erhalten bleiben. Er schlägt folgendes vor: 1. Ein neues Fördersystem, dass öffentliche Gelder an konkrete Leistungen der Landwirte koppelt, besonders im Umwelt- und Naturschutzbereich. 2. Schaffung eines eigenständigen Fonds für Natur- und Artenschutzmaßnahmen. 3. Die übrige EU-Mittel sollen in einem temporären Investitionsfonds die langfristige Umstellung auf Tierhaltung, Ackerbau, Verarbeitung, Vermarktung, Konsum auf Prinzipien der Nachhaltigkeit und die Verringerung von Lebensmittelverschwendung verwendet werden. 4. Minderung der Stickstofffreisetzungen, die Wasser, Böden und Ökosysteme belasten und das Klima, die Luftqualität und die Biodiversität beeinträchtigen. 5. Der Ökolandbau muss strategisch ausgerichtet werden, damit das in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie anvisierte Ziel von 20 % ökologischer Landwirtschaft bald erreicht werden kann. Zurzeit liegt der Anteil in Deutschland nur bei 6,3 Prozent. Der Dialog zwischen der Landwirtschaft und Ernährung muss mit vielen Akteuren geführt...

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Eine intakte Umwelt ist das beste Geschenk, das wir zukünftigen Generationen machen können!

Kein Müllberg zu Weihnachten und danach Energiefasten!!! Das Jahr neigt sich dem Ende und wir stehen für das Jahr 2018 vor enormen Herausforderungen. Gelingt es, das 2-Grad-Ziel der Erderwärmung zu erreichen und gelingt der Einstieg in nachhaltiges Wirtschaften Zwei Vorschläge: Zum Weihnachtsfest steigt das Abfallvolumen um 20 Prozent wegen der üppigen Geschenkpackungen an. Kurz nach dem Auspacken landen sie schon oft auf dem Müll. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) empfiehlt, Verpackungen wiederzuverwenden, Recyclingmaterialien zu nutzen oder kreativ zu verpacken. Hier gibt es wertvolle Tipps für umweltfreundliche Geschenkverpackungen. So kann ein Betrag geleistet werden damit die Müllberge nicht noch weiter steigen. Verzichten Sie einfach auf umweltschädliche Verpackungen. Und damit die Energiewende endlich in Schwung kommt, setzen Sie sich kleine Energiesparziele und beginnen Sie in der Fastenzeit einfach mal mit dem Energiefasten. Viele kleine Schritte bringen auch ans Ziel. Frohe Weihnachten und für das neue Jahr 2018 Gesundheit, Glück und Erfolg. Herzlichst Ellen Enslin...

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Die Welt nachhaltiger machen mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen

Die Welt steht vor großen Herausforderungen, sozial wie ökologisch. Für die drängendsten Fragen wie Klimawandel, Verteilungsgerechtigkeit oder Bildung und Frieden müssen für alle Menschen Antworten gefunden werden. Die Vereinten Nationen haben für eine nachhaltige Entwicklung die gemeinsame Agenda 2030 beschlossen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind insgesamt 17 Ziele mit 169 Unterzielen. Sie umfassen im Gegensatz zu den Millenniums-Entwicklungszielen nicht nur die Länder des globalen Südens, sondern sie gelten für alle Länder! Es geht darum die Lebensbedingungen von vielen Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern, Hunger und Armut zu verringern, die Mütter- und Sterblichkeitsrate zu senken, den Schutz der natürlichen Ressourcen und vieles mehr. Es sind ambitionierte Ziele. Was neu ist, ist dass die SDGs Umweltziele und soziale und wirtschaftliche Ziele miteinander vereinen. In einem breiten, zweijährigen Konsultationsprozess wurden sie entwickelt. Neben der Politik hatten auch die Wissenschaft, die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft aller UN-Länder die Möglichkeit erhalten, sich einzubringen. Mit...

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No more plastic! Verpackungsmüll reduzieren und Mehrweg steigern!

Plastik ist einer der Werkstoffe in der globalen Wirtschaft, der aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Gleichzeitig ist er eine Bedrohung von globalen Ausmaß. Riesige Plastikinseln schwimmen in den Weltmeeren. Plastik verdreckt die Strände. Die Säuberung kostet Millionen und führt am Ende in der Nahrungskette sogar zur Vergiftung des Menschen. Wenn sich nichts ändert, dann wird es bis zum Jahre 2050 mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren geben. Plastik tötet Pflanzen und Tiere, bildet Lebensräume für Insekten, die Krankheiten übertragen und verstopft die Kanalisationen. Auch wenn sich Deutschland gerne als Musterschüler beim Umweltschutz gibt, beim Verpackungsmüll ist Deutschland Spitzenreiter in Europa. Über 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll werden jährlich in Deutschland produziert. Ein großer Teil sind Kunststoffverpackungen. Das ist weit mehr als im europäischen Durchschnitt. Große Mengen des Abfalls werden zudem nicht recycelt. Deshalb müssen Recyclingstrukturen aufgebaut und Mehrwegsysteme ausgebaut werden. Eine umweltfreundliche Alternative bietet Bio-Lutions an: ein patentiertes Verfahren, mit dem...

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Deutschland reißt wieder Klimaschutz-Ziele – mit Energieeffizienz-Netzwerken sparen!

Schon wieder verfehlt Deutschland seine Umwelt- und Klimaziele. 18 % des gesamten Energieverbrauchs sollen aus Erneuerbarer Energie stammen, das ist das Klimaziel für 2020 der Regierung. Diese 18 Prozent werden aller Voraussicht nicht erreicht. Nach Berechnung des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) werden nur16 Prozent aus Erneuerbaren Quellen stammen. Beim Stromverbrauch liegt der Anteil des Ökostroms zwar bei 31,7 Prozent, aber im Bereich Wärme nur bei gut 13 Prozent und im Verkehrsbereich bei armseligen fünf Prozent, weil im Wärme- und Verkehrssektor der Energieverbrauch gestiegen ist. So verschärft sich das Klimaschutz-Problem in Deutschland. Von den 28 EU-Ländern werden 23 ihre Klimaschutzziele erreichen oder sogar übertreffen. Dabei haben sich die EU-Länder – im Gegensatz zu Deutschland – auf einen Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Höhe von 20 Prozent festgelegt. Für Deutschland wird nicht einmal das 18-Prozent-Ziel zu erreichen sein. Etliche Studien zeigen: Die Energiesparpotenziale in Deutschland sind enorm. Die technischen Möglichkeiten, diese Potenziale zu erschließen,...

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DNK an neue CSR-Berichtspflichen angepasst

Mit drei Monaten Verspätung hat der Bundestag endlich das Umsetzungsgesetz zur CSR-Berichtspflicht im März verabschiedet. Das Gesetz gilt für kapitalmarktorientierte Unternehmen, haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften und Genossenschaften sowie für Kreditinstitute und Versicherungen ab 500 Mitarbeiter. Bei den Standards, nach denen die nichtfinanzielle Erklärung abgegeben werden muss, sind die Unternehmen frei. Sie können „nationale, europäische oder internationale Rahmenwerke“ nutzen. Wenn sich allerdings nicht auf diese Rahmenwerke bezogen wird, dann muss dies begründet werden. Vor diesem Hintergrund gab es jetzt einen juristischen Abgleich beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Der DNK erfüllt alle im Gesetz genannten Aspekte vollständig. Es gab allerdings einige „Nachschärfungen“. Ebenso wurden die neuen Sustainability Reporting Standards (SRS) der Global Reporting Initiative (GRI) berücksichtigt, die ab Juli 2018 gelten, mit berücksichtigt. So wurden die Kriterientexte 1 und 2 deutlicher voneinander abgegrenzt und der Wesentlichkeitsbegriff wurde konkretisiert. Außerdem wurden die im Gesetz geforderten Beschreibungen und Ergebnisse der Konzepte, der Risiken und der Indikatoren in den Prüfprozess aufgenommen....

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