DNK an neue CSR-Berichtspflichen angepasst

Mit drei Monaten Verspätung hat der Bundestag endlich das Umsetzungsgesetz zur CSR-Berichtspflicht im März verabschiedet. Das Gesetz gilt für kapitalmarktorientierte Unternehmen, haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften und Genossenschaften sowie für Kreditinstitute und Versicherungen ab 500 Mitarbeiter. Bei den Standards, nach denen die nichtfinanzielle Erklärung abgegeben werden muss, sind die Unternehmen frei. Sie können „nationale, europäische oder internationale Rahmenwerke“ nutzen. Wenn sich allerdings nicht auf diese Rahmenwerke bezogen wird, dann muss dies begründet werden. Vor diesem Hintergrund gab es jetzt einen juristischen Abgleich beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Der DNK erfüllt alle im Gesetz genannten Aspekte vollständig. Es gab allerdings einige „Nachschärfungen“. Ebenso wurden die neuen Sustainability Reporting Standards (SRS) der Global Reporting Initiative (GRI) berücksichtigt, die ab Juli 2018 gelten, mit berücksichtigt. So wurden die Kriterientexte 1 und 2 deutlicher voneinander abgegrenzt und der Wesentlichkeitsbegriff wurde konkretisiert. Außerdem wurden die im Gesetz geforderten Beschreibungen und Ergebnisse der Konzepte, der Risiken und der Indikatoren in den Prüfprozess aufgenommen....

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Crowdfunding-Plattform place2help in der Rhein-Main-Region am Start!

In München ist die vielfach ausgezeichnete Crowdfunding-Plattform place2help schon erfolgreich dabei, für soziale und ökologische oder gesellschaftliche Projekte Geld einzusammeln. Jetzt können auch für die Rhein-Main-Region ProjektmacherInnen und Förderer auf der online-Plattform zusammen kommen. Mit place2help sollen Projekte gefördert werden, die die Region lebenswerter und nachhaltiger gestalten. Das kann von der Fassadenbegrünung bis hin zum Kulturevent reichen. Wir unterstützen diese Initiative, damit sich Engagierte, MacherInnen, Gründerinnen und Initiativen besser vernetzen können und so viele kreative Projekte umgesetzt werden können. Wenn Sie mehr erfahren wollen  ...

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Werbung in eigener Sache!

Es kommt immer wieder einmal vor, dass wir Anfragen von Studierenden für Ihre Abschlussarbeiten erhalten. Da helfen wir sehr gerne, um so den Gedanken der Nachhaltigkeit in die Wirtschaft zu tragen. Diesmal kam „audimax“ auf uns zu. In einem Sonderteil wurde die Spezialisierung in der Consulting-Branche in den Fokus genommen und man war auf uns gekommen. Gerne haben wir dort von einem aktuellen Projekt berichtet: Ein Energieeffizienz-Netzwerk für KMU. Mehr dazu gibt es bei audimax, unter 2. Fokus auf Nachhaltigkeit. Was uns besonders freut, unser Projekt hat es sogar als Best-Practice in eine wissenschaftliche Tagung vom Sustainable Europe Research Institute Germany e.V. (SERI) geschafft und wurde dort vorgestellt. Denn bei allem Idealismus geht es uns darum, wie können wir Unternehmen gewinnen, Energie- und Ressourceneffizienz aktiv in ihr wirtschaften einzubeziehen. Dafür braucht es positive Beispiele und viele Mitmacher....

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B.A.U.M.-Jahrestagung in Frankfurt

Wenn die B.A.U.M.-Jahrestagung in Frankfurt stattfindet, ist das eine Chance, sich mit Experten und Unternehmen auszutauschen, für die Nachhaltigkeit eine ganz besondere Rolle spielt. Am 17. und 18. Mai fand in der Commerzbank Arena die Jahrestagung statt. Besonders erfrischend war der Vortrag von Dagmar Fritz-Kramer von Bau-Fritz. Sie zeigte auf, wie Bau-Fritz konsequent den ökologischen „Bauweg“ eingeschlagen hat, zeigte aber auch, wo speziell in der Baubranche die großen Probleme sind: zu niedrige Recycling-Quote oder der hohe Landverbrauch. Auf großes Interesse stieß auch das Panel „Nachhaltigkeit sportlich umsetzen“, das vom Umweltforum Rhein-Main als Partner mit ausgerichtet wurde. Maike Thalmeier von der Agentur Ubermut zeigte auf, wie bei einem nachhaltigen Event die drei Säulen Planet, People and Profit miteinander verbunden werden und dass dies schon in der Konzeption mitberücksichtigt werden muss. Beim Festvortag legte der Vizepräsident des Umweltbundesamtes Dr. Thomas Holzmann den Finger in die Wunde: Anspruch und Wirklichkeit liegen bei der Nachhaltigkeit noch weit...

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Wir haben Grund zu feiern – unser Nachhaltigkeitsbericht ist fertig!

Am 30. März 2017 wurde unsere Entsprechenserklärung für das Jahr 2016 auf der Plattform des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) offiziell freigeschaltet. Jetzt sind wir DNK-Anwender Nummer 193 und hier ist sie zu lesen. Der Aufwand war überschaubar und da alle notwendigen Daten verfügbar waren, ging es reibungsloser als gedacht. Wir haben den CR-Kompass genutzt. Mit dieser webbasierten Plattform, die speziell für KMU entwickelt wurde, haben Unternehmen die Möglichkeit, kostenlos Grundlagen für eine DNK-Erklärung und einen Nachhaltigkeitsbericht zu erhalten. Wir haben uns im Laufe des Prozesses entschieden, unsere Entsprechenserklärung auszubauen und einen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI  G4 Core zu erstellen. Ja, es hat etwas länger gedauert als geplant, aber wir finden es hat sich gelohnt. Unser Nachhaltigkeitsbericht zeigt unser Selbstverständnis zur Nachhaltigkeit. Mit 21 Seiten ist er überschaubar, aber er stellt unsere wichtigsten Nachhaltigkeitsinformationen bereit und das Wesentliche wird behandelt. In drei Jahren werden wir dann sehen, inwieweit wir unsere gesteckten Ziele erreicht haben oder...

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CSR-Umsetzungsgesetz endlich im Bundestag verabschiedet – aber es hat Änderungen gegeben!

Mit drei Monaten Verspätung hat der Bundestag endlich das Umsetzungsgesetz zur CSR-Berichtspflicht verabschiedet. Da wundert es nicht, dass es noch Änderungen zum Gesetzentwurf gegeben hat, die wichtigsten Punkte blieben unverändert. Der Anwendungsbereich bezieht sich auf kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Kredit- und Versicherungsunternehmen, die durchschnittlich mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen. Daneben sind 20 Millionen Euro Bilanzsumme oder mehr als 40 Millionen Euro Umsatzerlöse zu beachten. Auch die Möglichkeiten der nichtfinanziellen Berichterstattung bleiben erhalten. Es bleibt die Wahl zwischen Integration in den Geschäftsbericht, parallel zum Geschäftsbericht oder separat in der vorgeschriebenen Frist. Dann muss die nichtfinanzielle Erklärung allerdings zehn Jahre auf der Internetseite des Unternehmens verfügbar sein. Eine kleine Änderung gibt es bei der Prüfung durch externe Dritte. Es gibt zwar keine Prüfpflicht der nichtfinanziellen Erklärung, wenn allerdings freiwillig Prüfer beauftragt werden, dann muss das Prüfergebnis auch veröffentlicht werden. Dies gilt allerdings erst für das Geschäftsjahr 2019. Die Veröffentlichungsfrist wurde an die Frist der Konzernlageberichte von...

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„Faires Phone“ aus Hessen

Nachhaltige Lieferketten in der Informations- und Kommunikationsbranche sind eine komplexe Angelegenheit. Das bekannteste positive Beispiel ist das Fairphone, das schon etliche Preise, gerade den Deutschen Umweltpreis, erhalten hat. So wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Material, dem Design, dem Vertrieb und dem Produktlebenszyklus betrachtet. Zwar ist das Fairphone noch nicht 100% fair aber auf einem gutem Weg. Aber es ist nicht alleine! Es gibt nämlich auch ein „faires “ Phone aus Hessen. Ein kleines Familienunternehmen, die Shift GmbH hat eine Vision: ein faires Phone aus Hessen bzw. Falkenberg, und das ganz ohne große Finanzinvestoren. Das Shiftphone ist besonders reparaturfreundlich, mit kleinem Kreuzschlitzschraubenzieher kann das Glas gewechselt werden, der Akku ist einfach austauschbar, und für die Nerds: das Phone darf gerootet werden, ohne Verlust der Garantie! Und das zu einem erschwinglichen Preis. Jetzt geht SHIFT in die nächste Runde. Es gibt ein neues Projekt: Es sollen ein Notebook/Tablet und ein neues Smartphone entwickelt werden. Das...

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„A Journey Towards Sustainable Growth“ – Eine Reise in Richtung nachhaltiges Wachstum

Dazu hatte der Präsident und CEO der IKEA Group Peter Agnefjäll zu einem Diskussionsforum in die Zentrale nach Hofheim-Wallau eingeladen. Eine bunte Mischung aus Politik, Nachhaltigkeitsexperten, NGOs und Naturschutzverbänden, diskutierten beim Multi-Stakeholder-Forum über Nachhaltigkeit und die Verantwortung von global agierenden Konzernen. Der Hessische Wirtschaftsminister Tarek-al-Wazir stellte fest, dass Politik einen Rahmen für die Wirtschaft setzt, und so auch Innovationen gefördert werden können. Als z. B. die Glühbirne von der EU verboten wurde, setzte dies bei den LEDs einen Prozess in Gang, der eine wahre Produktvielfalt zur Folge hatte. Er gab auch zu bedenken, dass die Verbraucher heute wissen wollen, wie Unternehmen ihr Geld verdienen und welche Standards eingehalten werden. Darauf ging Peter Agnefjäll gerne ein, denn bei IKEA ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. So untersucht IKEA intensiv, welchen Impact auf „People and Planet“ ihre Aktivitäten haben. Was kann IKEA dafür tun? Daneben brachte Friedrich Christ von der Spedition Rhenus ein, dass sie als...

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Bundesregierung hat Hausaufgaben zur CSR-Richtlinie nicht gemacht- Gesetz soll erst Anfang 2017 kommen!

Im November sah es noch gut aus: Die Anhörung zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz wurde im Ausschuss durchgeführt und die Beratungen waren im Zeitplan. Es gab etliche Anregungen und Vorschläge und man war gespannt, welche übernommen werden. Leider ist der Gesetzentwurf bis heute nicht auf die Tagesordnung des Bundestags gekommen. Obwohl die Bundesregierung bis zum 6. Dezember die CSR-Richtlinie der EU in nationales Recht umsetzen sollte, stehen die Unternehmen jetzt ohne nationales Gesetz da. Auch wenn kein Bundesgesetz vorliegt, muss natürlich die EU-Richtlinie eingehalten werden. Nicht nur, dass die CDU dieses Verfahren mit der Insolvenzrechtsreform verknüpfen will, es gibt auch inhaltliche Differenzen zwischen den Koalitionspartnern. Die SPD fordert, dass auch Unternehmen ab 250 Mitarbeiter einbezogen werden sollen. Außerdem soll die nichtfinanzielle Erklärung parallel zu den Finanzberichten veröffentlicht werden. Das wird mit Hinweis auf den Koalitionsvertrag, der eine 1:1 Umsetzung der EU-Richtlinie vorsieht, von der CDU abgelehnt. Zwar sehen die Koalitionäre keine grundsätzlichen Hinderungsgründe, dass...

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Wirtschaft wird beim Klimaschutz gefordert!

Mit Ach und Krach hatte Umweltministerin Ursula Hendricks es geschafft, in Marrakesch nicht mit leeren Händen dazustehen. Der vorgestellte Klimaschutzplan der Bundesregierung gibt konkrete Ziele für die Wirtschaft bis 2050 vor, bleibt in der Umsetzung aber sehr vage. Als größter CO2-Verursacher soll die Energiewirtschaft bis 2030 noch 40% (180 Mio. t CO2-Emissionen) der heutigen Treibhausgase ausstoßen. Die Industrie als zweitgrößter CO2-Verursacher soll das schädliche Treibhausgas um fast die Hälfte auf 140 Mio. t reduzieren. Eine große Rolle spielt auch der Verkehrssektor. Um 40% sollen die CO2-Emissionen auf 100 Mio. t sinken. Mit Anreizen zum umweltfreundlichen Verkehr soll die Nutzung von Ökostrom forciert werden. Außerdem sollen schärfere Standards im Gebäudebereich für den Neubau und die Altbaumodernisierung unter anderem zu der schrittweisen Abkehr von fossilen Heizungssystemen führen. Naturschutzverbände wie der BUND hatten ambitionierte Ziele und eine Nachbesserung der  nationalen Klimaschutzpläne bis zur nächsten Klimaschutzkonferenz gefordert. Das ist dringend notwendig. Nach einer aktuellen Studie von...

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