grüner Stecker
Hohe ökonomische und gesundheitliche Schäden durch Treibhausgase und Schadstoffemissionen!

Das Umweltbundesamt macht diese Effekte seit 2007 sicht- und vergleichbar. Es werden wissenschaftlich fundierte Umweltkostensätze monetär berechnet. Im aktuellen „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention 4.0“ wurden die Kostensätze erweitert und bieten eine wertvolle Entscheidungshilfe für die Wirtschaft. Ernteausfälle durch Dürren, zerstörte Infrastruktur durch Überschwemmungen oder Atemwegserkrankungen durch Feinstaub bedeuten enorme Schäden für die Gesellschaft mit hohen Kosten. Für Deutschland bedeuten die 2024 freigesetzten Treibhausgasemissionen während ihrer Verweildauer in der Atmosphäre globale Wohlfahrtsverluste von 647 Milliarden Euro für heutige und zukünftige Generationen. Mit der Berechnung wird klar, welche enormen Schäden die deutschen Emissionen hier bei uns und weltweit verursachen. Um diese Schäden und Belastungen für heutige und zukünftige Generationen ernst zu nehmen, muss er Klimaschutz im Fokus wirtschaftlicher und sozialer Vorsorge stehen, denn kein Klimaschutz kostet viel mehr. Mit jeder eingesparten Tonne Treibhausgase können reale Schäden reduziert werden: für die Gesundheit, den Wohlstand, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. ...

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Erlöse aus dem nationalen und europäischen Emissionshandel (2008-2025)
Einnahmerekord im Emissionshandel 2025 in Deutschland

Mit dem Kauf von CO2-Verschmutzungsrechten konnten 2025 mehr als 21,4 Mrd. EUR aus dem europäischen und nationalen System erzielt werden. Das sind 2,9 Mrd. € mehr als 2024, wie das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung mitteilte. Mit dem Geld aus dem europäischen und nationalen Handelssystem werden aus dem Klima- und Transformationsfond wichtige Maßnahmen zur Energiewende und zum Klimaschutz finanziert. Seit 2008 müssen CO2-Emissionen in der EU bezahlt werden. Dies gilt für Kraftwerke, Industrieanlagen sowie den Flug- und Seeverkehr innerhalb der EU. So gibt es eine festgelegte Menge an zugeteilten Berechtigungen für CO2-Emissionen. Diese werden jährlich gesenkt, um die CO2-Emissionen schrittweise zu begrenzen. Im Jahr 2025 kostete ein EU-Zertifikat 73,86 € - nach 65 € für das Jahr 2024. Daneben kosteten die nationalen Berechtigungen 55 € im Jahr 2025. Für das Jahr 2026 können nationale Emissionszertifikate (nEZ) erstmals in einem Preiskorridor zwischen 55 Euro und einem Höchstpreis von 65 Euro ersteigert werden. ...

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Weihnachten
Frohe Weihnachten

2025 war ein ereignisreiches Jahr und hat uns viel abverlangt. Auch wenn in mitten der Transformation viele Nachhaltigkeitsentscheidungen zurückgedreht wurden, gerade jetzt müssen wir gemeinsam am Ball bleiben, um Nachhaltigkeitsthemen weiterzuentwickeln. Nicht aufgeregt, sondern ambitioniert und stetig. Da wollen wir im Neuen Jahr anknüpfen: weiter engagiert an der großen ökologischen Herausforderung des Klimawandels arbeiten, geprägt von Tatendrang, Miteinander und einer erfolgreichen Umsetzung. Nur so wird es uns gelingen, das 1,5 Grad Ziel einzuhalten und die natürlichen Ressourcen für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Für das uns entgegengebrachte Vertrauen, die wertvolle Zusammenarbeit und die inspirierenden Gespräche in diesem Jahr möchten wir auf diesem Wege Danke sagen. Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr   Ellen Enslin ...

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Die Erde, NASA Foto aus dem Weltraum
COP30 im Amazonas und die grüne Lunge der Welt atmet schwer!

Vom 10. bis 21. November 2025 fand die UN-Klimakonferenz COP30 erstmals im brasilianischen Amazonasgebiet statt. Das abgeschwächte EU-Ziel war ein schlechtes Zeichen und gab dem Klimaschutz keinen Rückenwind mit. Kleine Fortschritte bei Klimaanpassung und sozial gerechter Transformation, aber keinen verbindlichen Fahrplan für den Ausstieg aus allen fossilen Energien. So endete die COP 30 mit einem enttäuschenden Ergebnis, denn viele gute Ideen wie ein besserer Waldschutz wurden verwässert. Besonders ernüchternd ist, dass viele der reichen Staaten nicht bereit waren, eine finanzielle Verantwortung zu übernehmen, um das 1,5 Grad Ziel der Erderwärmung zu erreichen. ...

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Etwas Wehmut bei unserer letzten DNK-Erklärung

Anfang des Jahres startete die EU-Kommission Ihre Omnibus-Initiative, um die Berichtspflichten für Unternehmen zu reduzieren und zu vereinfachen. Um diese Berichtspflichten der EU-Regulatorik zukünftig zu erfüllen, passt sich auch der DNK an. So können mit dem DNK in Zukunft Nachhaltigkeitsberichte unter anderem für CSRD, ESRS, VSME erstellt werden. Da es mit dem Omnibus-Pakt noch etwas dauert, haben wir uns entschieden, noch einmal eine DNK-Erklärung nach altem Standard zu erstellen. Etwas wehmütig sind wir schon, denn als ehemaliger DNK-Schulungspartner, jetzt DNK-Lotsin, haben wir den DNK als niedrigschwellige Alternative für Unternehmen jeglicher Größe schätzen gelernt, einfach und strukturiert über die Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens zu berichten. ...

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gruener Paragraph
Deutsche Umwelthilfe erfolgreich – Frankfurter Gericht untersagt Apple-Werbung

Immer öfters bewerben Unternehmen ihre Produkte mit dem Label CO2-neutral und nehmen den Mund dabei sehr voll. Seit 2023 machte dies auch der Appel-Konzern für seine Smartwatch-Modelle. So wurde in Anzeigen darauf hingewiesen, dass ein Großteil der Emissionen schon bei der Herstellung und dem Transport vermieden werde. Der kleine Rest der noch verbleibenden CO2-Emissionen werde durch „naturbasierte Kompensationsprojekte“ ausgeglichen. Gemeint hat das Unternehmen die Eukalyptus-Monokulturen in Paraguay, deren Pachtverträge schon 2029 auslaufen. So lässt sich keine neutrale CO2-Emissionsbilanz erreichen. Nun hat das Frankfurter Landgericht einer Klage der deutschen Umwelthilfe stattgegeben. Besonders kritisch sah das Gericht die zeitliche Dimension dieser Ausgleichsmaßnahmen. Wegen der kurzen Projektlaufzeit ist eine Werbung damit nicht haltbar. Die genannten Pufferkonten, die den Verlust der Pachtflächen nach Vertragsende ausgleichen sollen, sind eben nicht geeignet, eine ausreichende Sicherheit der Bindung der gespeicherten Emissionen zu gewährleisten. Bei Verstößen droht Apple ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro pro Fall, Hier ist der Link zur...

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Müll an der Küste
UN-Plastikabkommen gescheitert!

Bis zum Ende war noch die Hoffnung auf eine Einigung. Nächtelang wurde zehn Tage im August durchverhandelt. Aus über 180 Länder waren Delegationen dabei, aber am Ende haben Öl-, Gas- und Chemieindustriel in Überzahl in Genf gewonnen. Jetzt kann immer mehr Plastik aus Erdöl produziert werden. So ist bis zum Jahr 2060 mit einer Verdreifachung der Plastikproduktion zu rechnen. Hinzu kommt, dass mehr als 4200 problematische Zusatzstoffe die Gesundheit gefährden. Sie sind krebserregend und können die Fruchtbarkeit einschränken. Für die Zukunft braucht es eine viel größere Aufmerksamkeit, damit auf höchster politischer Ebene tragfähige Lösungen beschlossen werden, um die weltweite Plastikverschmutzung erfolgreich einzudämmen. ...

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Erdüberlastungstag 2025 – für die Welt dieses Jahr am 24. Juli!

Der Erdüberlastungstag 2025 (Earth Overshoot Day) wird von dem Global Footprint Network berechnet. Dieser symbolische Tag zeigt die Überbeanspruchung der natürlichen Ressourcen durch die Menschen auf der Erde, den Verlust der biologischen Vielfalt und der Nutzung der fossilen Energie. Mittels statistischer Berechnungen wird der enorme Raubbau an der Natur, die Biokapazität der Erde und die Fähigkeit der Natur, Rohstoffe jeder Art zu produzieren oder wieder herzustellen, aufgezeigt. Er ist der ökologische Fußabdruck der Menschheit. Dieses Jahr war dieser Tag schon am 24. Juli, an dem alle natürlichen Ressourcen in diesem Jahr verbraucht worden waren. Dieser Tag kommt immer früher. 2023 und 20024 war er noch Anfang August. Für Deutschland fiel der Tag bereits auf den 3. Mai 2025. An diesem Tag hatte Deutschland sein imaginäres Umweltkonto schon überzogen. ...

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Industrie 4.0
UBA hat neues Tool zur Berechnung von Lebenszykluskosten mit CO2-Emissionen

Zur Berechnung von Lebenszykluskosten stehen Unternehmen und Organisatoren verschiedene Arbeitshilfen und Werkzeuge zur Verfügung. Nun stellt das Umweltbundesamt (UBA) ein neues, umfangreiches CO2-Tool für die Lebenszykluskosten (Life Cycle Costing) zur Verfügung. Damit kann eine Prognose der verursachten Treibhausgasemissionen während des gesamten Lebenszyklus zu erstellen. In der Lebenszykluskostenrechnung (Life Cycle Costing) werden alle relevanten Kosten ermittelt, die ein Produkt während des gesamten Produktlebenszyklus verursacht. Produkte können durch geringe Anschaffungskosten auf den ersten Blick preiswerter scheinen. Bei höheren Folgekosten über den gesamten Lebenszyklus sind sie aber teurer als Alternativen mit höherem Anschaffungspreis aber geringeren Folgekosten. Bisher war diese Prognose bei Wirtschaftlichkeitsberechnung nur mit großem Aufwand möglich. Mit Hilfe des neuen LCC-CO2-Tools wird ein anzusetzender CO2-Preis als Teil der gesamten Lebenszykluskosten ermittelt. So erkennen Sie die Kostenvorteile umweltfreundlicher Produkte. Daneben bietet das Tool Auftraggebern durch ein frei konfigurierbares Punktevergabeschema auch eine Hilfestellung bei der Angebotswertung. Mit dem überarbeiteten Schulungsskript 2 liegt eine Anleitung für das LCC-CO2-Tool...

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Die Erde, NASA Foto aus dem Weltraum
Erdüberlastungstag immer früher!

Dieses Jahr fiel der Earth Overshoot Day, auch Erdüberlastungstag genannt, in Deutschland auf den 3. Mai. Das war sogar zwei Tage früher als im letzten Jahr. Danach hat Deutschland rechnerisch seine natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihm für ein Jahr zur Verfügung stehen. Der hohe Ressourcenverbrauch und die schädlichen Treibhausgas-Emissionen werden durch den hohen Energieverbrauch, den motorisierte KFZ-Individualverkehr, die industrielle Tierhaltung sowie den Bausektor verursacht. Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt fordert zu einem Umdenken auf: „Unsere Erde kann nicht mehr – wir überfordern sie Tag für Tag. Ein Land wie Deutschland, das weit über seine Verhältnisse lebt und so viele Ressourcen verbraucht, wirtschaftet schlecht, rücksichtslos und nicht zukunftsorientiert. Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen und gefährden damit Wohlstand und Sicherheit.“ Deshalb muss nicht nur die Politik handeln. Auch eigenes Handeln zählt, damit der eigene CO2-Fußabdruck reduziert wird. Nachhaltiges Wirtschaften, verändertes Konsumverhalten oder die Mobilität müssen hin zu ressourcenschonender und umweltfreundlicher Art gestaltet werden. Dafür braucht es aus...

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