News und Meldungen

EU-Verordnung aus Brüssel bringt schärfere CO2 Grenzwerte für PKW

Die im April 2019 im Rat der Mitgliedstaaten beschlossene Verordnung hat für die Automobilindustrie verbindliche Vorgaben bis ins Jahr 2030. Die Hersteller müssen ihre Produktion rechtzeitig auf umweltfreundliche Antriebe umstellen.

Die neue EU-Verordnung legt geringere CO2-Ziele für die Fahrzeugflotten der Autohersteller fest. So muss der CO2-Ausstoß von Pkw bis 2030 im Durchschnitt um 37,5 Prozent gegenüber 2021 sinken. Für Niedrig- und Nullemissions-Fahrzeuge gelten besondere Anreize.

Schon 2013 war vereinbart worden, dass ab 2021 neu zugelassenen Pkw in der EU im Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Dies entspricht einem Verbrauch von 3,6 Liter Diesel bzw. 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometern. Dies betrifft die gesamte
EU-Fahrzeugflotte eines Herstellers, also die gesamte Palette an Neuwagen, die Autohersteller jährlich in der EU verkaufen. Die Wert soll nun in zwei Stufen erreicht werden: bis 2025 um 15 Prozent, bis 2030 um 37,5 Prozent.

Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine Minderung von 15 Prozent bis 2025 vorgesehen, bis 2030 sollen es 31 Prozent sein. Fahrzeug-Hersteller, die überdurchschnittlich viele Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge anbieten, dürfen ihr CO2-Flottenziel um bis zu fünf Prozent überschreiten. So sollen vor allem Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge, aber in geringerem Umfang auch Plug-in Hybride, gefördert werden.

Außerdem soll die Kontrolle der Verbrauchsangaben der Hersteller verbessert werden, damit die Lücke zwischen Testwerten und Realemissionen sich nicht weiter vergrößert.

Verordnung (EU) 2018/1832

Energieaudits

Für die zweite Runde der verpflichtenden Energieaudits nach dem Energiedienstleistungsgesetz
(EDL-G) hat das BAFA das Merkblatt aktualisiert und einen neuen Leitfaden zur Durchführung der Auditberichte herausgegeben. Der Leitfaden ist eine wertvolle Hilfestellung zur Durchführung und Dokumentation der Energieauditberichte.

Klimakonferenz COP24 in Kattowitz

Drängte UN-Generalsekretär Guterres bei der Eröffnung der Weltklimakonferenz noch mit drastischen Bildern die Weltgemeinschaft zu schnellen Entscheidungen und Handlungen, sind die Ergebnisse doch sehr ernüchternd. Obwohl die Dringlichkeit der Klimakrise von vielen politisch Verantwortlichen bestätigt wurde, wurde kurzfristigen, wirtschaftlichen Interessen nachgegeben. Eine Verbesserung aller nationalen Klimaschutzpläne steht noch aus, um das notwendige 1,5 Grad zu erreichen. Zwar wurden verbindliche Regeln für die Vergleichbarkeit der Maßnahmen vereinbart, aber dadurch allein verbessert sich nicht automatisch der Klimaschutz, denn die Kluft zwischen dem Pariser Klimaziel und den notwendigen Klimaschutzmaßnahmen ist immer noch groß.

Aber es gab auch einige erfreuliche Entwicklungen. Die Textilhersteller haben Meilensteine zur Klimaneutralität verabschiedet. Auch im Sportbereich sind Aktionen angekündigt, damit die Klimaziele von Paris mehr Aufmerksamkeit erhalten.
Mehr Informationen zur COP24 in Katowice.