Neue Pflichten für CSR und Energiemanagement

Umweltbewusstes und soziales Handeln wird zunehmend von der Gesellschaft aber auch vom Gesetzgeber gefordert. CSR-Berichtspflicht, faire und soziale Beschaffung bei öffentlichen Aufträgen oder das Energieaudit werden bald viele Unternehmen herausfordern.

 

CSR-Berichtspflicht – ab 2017 auch soziale und ökologische Kennzahlen


Ab 2017 müssen deutsche Unternehmen die CSR-Berichtspflicht der EU erfüllen, wenn sie mehr als 500 Mitarbeiter haben und von öffentlichem Interesse sind. Dies gilt auch für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Versicherungsunternehmen, wenn sie diese Schwelle überschreiten. Dann müssen soziale und ökologische Kennzahlen veröffentlicht werden. Als Lieferant oder Dienstleister dieser Unternehmen sollten Sie dies im Blick haben.

 

Hier können Sie sich das „Amtsblatt der Europäischen Union – Richtlinien“ durchlesen.

 

Es braucht eine gute Vorbereitung, um in der kurzen Zeit ein Nachhaltigkeitsmanagement einzurichten. Bei der Bereitstellung der Informationen der sozialen und ökologischen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit können Unternehmen u. a. auf folgende Nachhaltigkeitsstandards zurückgreifen:

  • Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystem
  • Global Compact (GC) der Vereinten Nationen
  • die Norm der Internationalen Organisation für Normung ISO 26000
  • Global Reporting Initiative (GRI )
  • Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)

Faire und soziale Beschaffung – EU-Richtlinie für öffentliche Aufträge

Im April 2016 wurde eine EU-Richtlinie für öffentliche Vergabe in nationales Recht umgesetzt. So bietet das geltende Vergaberecht jetzt öffentlichen Auftraggebern viele Möglichkeiten, strategische Aspekte im Vergabeverfahren zu berücksichtigen (vgl. § 97 Abs. 3 GWB). So können Leistungen ausgeschrieben werden, die umweltbezogene, soziale und innovative Belange in besonderer Weise berücksichtigen.

Hier geht’s zum neuen Vergaberecht und hier können Sie sich die Broschüre „Neue EU-Richtlinien für das Vergaberecht beschlossen“ vom Umwelt Bundesamt durchlesen.


Energieaudit – schon ab Dezember 2015 verpflichtend

 

Nach dem Energiedienstleistungsgesetz müssen Unternehmen ab 250 Mitarbeiter und mit 43 Mio. Euro Bilanz- oder 50 Mio. Euro Umsatzsumme bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit abgeschlossen haben. Das Bundesamt für Ausfuhr (BAFA) wird dazu Stichproben durchführen und kann Bußgelder bis zu einer Höhe von 50.000 Euro verhängen. Die Audits müssen alle vier Jahre durchgeführt werden.

 

Lesen Sie hier den Artikel der BAFA: Energieaudits nach dem Gesetz über Energiedienstleistungen (EDL-G)